CAI World FLEX | Nutzungsbedingungen
Nutzungsbedingungen für CAI® World FLEX
Stand: August 2026
Die Anwendung und das Leistungsangebot CAI® World FLEX (nachfolgend zusammenfassend „DIENST“ genannt) ist ein Angebot der CAI GmbH („CAI“), Erbprinzenstraße 4–12, 76133 Karlsruhe, Deutschland.
Die Nutzung des DIENSTES – auch bei Einbindung über externe Marktplätze (z. B. Microsoft Marketplace), bei der Nutzung innerhalb von Drittanbieter-Diensten (z. B. Microsoft Teams, Microsoft 365) oder bei Verwendung von Drittanbieter-Anmeldediensten (z. B. Google Sign-In, Sign in with Apple, Microsoft Entra ID) – ist nur möglich, wenn Sie als Nutzer diesen Nutzungsbedingungen ausdrücklich zustimmen.
1. Geltungsbereich und Bezug über Microsoft Marketplace
1. Diese Nutzungsbedingungen gelten für alle natürlichen und juristischen Personen („Nutzer“), die den DIENST nutzen. Sie gelten unabhängig davon, ob der Nutzer:
- a) selbst einen Vertrag (SaaS-Lizenz) mit CAI geschlossen oder die App über den Microsoft Marketplace abonniert hat (Sitzungsverantwortlicher),
- b) für ein Unternehmen oder eine Organisation tätig ist, welche einen Vertrag mit CAI geschlossen oder ein Abonnement im Microsoft Marketplace erworben hat, oder
- c) von einem anderen Nutzer (gemäß a oder b) als Moderator, Coach, Klient oder Teilnehmer zu einer Sitzung/Meeting eingeladen wurde, ohne selbst einen direkten Lizenzvertrag mit CAI geschlossen zu haben.
2. Soweit die Anwendung über den Microsoft Marketplace bezogen wird, gelten ergänzend die Bestimmungen des Microsoft Standard-Vertrags (Microsoft Standard Contract) bzw. die Bedingungen des Microsoft Marketplace für den Erwerb der Lizenz. Bei Widersprüchen zwischen den Microsoft-Marketplace-Bestimmungen und diesen Nutzungsbedingungen gehen bezüglich der reinen Lizenzierung und Abrechnung die Microsoft-Bestimmungen vor; bezüglich der konkreten Nutzung der Funktionalitäten des DIENSTES gelten diese Nutzungsbedingungen.
2. Authentifizierung, Benutzerkonto und Single Sign-On (SSO)
Für die Nutzung des DIENSTES ist ein Benutzerkonto erforderlich.
Die Authentifizierung kann über direkte Zugangsdaten oder mittels Single Sign-On (SSO) über unterstützte Drittanbieter (z. B. Microsoft Entra ID, Google Sign-In, Sign in with Apple) erfolgen. Sofern die Nutzung im Rahmen von Drittanbieter-Diensten (z. B. Microsoft Teams) stattfindet, wird der Login in der Regel über das entsprechende SSO des Anbieters abgewickelt. Der Nutzer ist verpflichtet, seine Anmeldedaten beim jeweiligen SSO-Anbieter geheim zu halten und vor dem unbefugten Zugriff Dritter zu schützen.
Bei Erstellung eines direkten Zugangskontos im DIENST vergibt der Nutzer sein Passwort selbst. Der Nutzer ist dafür verantwortlich, dass das Passwort keinem Dritten zugänglich ist. Eine Weitergabe der Zugangsdaten an Dritte ist unzulässig. Der Nutzer übernimmt die Verantwortung für sämtliche Handlungen, die unter Verwendung seiner Zugangsdaten vorgenommen werden.
Der Nutzer verpflichtet sich, CAI unverzüglich jede missbräuchliche Benutzung seines Zugangs schriftlich (z. B. per E-Mail an info@cai-world.com) mitzuteilen, sobald ihm diese bekannt geworden ist, und betroffene Passwörter unverzüglich zu ändern.
Die Verwendung von markenrechtlich geschützten Begriffen oder Internetadressen als Nutzernamen (Nickname) ist untersagt.
3. Nutzung von Sitzungen, Speicherung von Inhalten
- Automatische Speicherung von Sitzungsinhalten: Bei der Arbeit in Online-Sitzungen (Meetings, Coaching-Sessions) werden die mit den digitalen Tools erarbeiteten Ergebnisse (z. B. Boards, Dokumente, Notizen) sowie die Chatverläufe automatisch in der Datenbank des DIENSTES gespeichert, um den kontinuierlichen Arbeitsfortschritt zu sichern.
- SaaS-Lizenz und Verwaltungsfunktionen: Sitzungsverantwortliche sind berechtigt, Kontakte, Nutzergruppen und Sitzungen innerhalb der Anwendung zu verwalten. Auch diese Daten werden in der Datenbank von CAI gespeichert, bis sie gelöscht werden.
- Löschung von Tools und Sitzungen: Der jeweilige Sitzungsverantwortliche hat das Recht und die technische Möglichkeit, einzelne eingesetzte Tools, spezifische Arbeitsergebnisse sowie vollständige Sitzungen und Chatverläufe jederzeit eigenständig zu löschen.
- Verantwortung für Inhalte: Der jeweilige Sitzungsverantwortliche ist für alle von ihm in Sitzungen oder Konten eingestellten und erarbeiteten Inhalte allein verantwortlich.
4. Pflichten und Verhaltensregeln der Nutzer
- Es ist Pflicht des Nutzers, sicherzustellen, dass er die technischen Voraussetzungen für die Nutzung des DIENSTES erfüllt, die unter https://flex.cai-world.com/system-requirements beschrieben sind.
- Die Nutzung des DIENSTES durch den Nutzer, insbesondere die Inhalte, die der Nutzer einstellt, verlinkt, einbettet oder auf andere Weise zugänglich macht, liegt im alleinigen Verantwortungsbereich des Nutzers. Der Nutzer gewährleistet, dass alle von ihm eingestellten Inhalte („Inhalte des Nutzers“) nicht gegen die einschlägigen inländischen und ausländischen gesetzlichen Regelungen, insbesondere des Verbraucherschutzrechts, des Urheberrechts, des Markenrechts, des Wettbewerbsrechts und des Datenschutzrechts sowie die guten Sitten oder Rechte Dritter verstoßen. Die Einstellung von Inhalten des Nutzers, die
a) diskriminierender, rassistischer, gewaltverherrlichender oder menschenverachtender Art sind,
b) zu Straftaten aufrufen oder diese gutheißen,
c) Pornographie beinhalten oder gegen das Jugendschutzrecht verstoßen
oder
d) Persönlichkeitsrechte und/oder Urheberrechte Dritter verletzen,
ist unzulässig. - Der Nutzer darf keine Software oder andere technische Einrichtungen verwenden, die das Funktionieren des DIENSTES ändern, erweitern oder gefährden. Insbesondere darf der Nutzer nicht versuchen, mit anderen als den vorgesehenen technischen Mitteln auf den DIENST zuzugreifen, die Software zu vervielfältigen und eigene separate Applikationen oder Software zu erstellen.
- Der Nutzer ist verpflichtet, seine Systeme und Programme so einzurichten (z.B. ausreichende Schutzeinrichtung gegen Computerviren, insbesondere deren Verbreitung), dass weder die Sicherheit, die Integrität noch die Verfügbarkeit der Systeme, die der Anbieter zur Erbringung seiner Dienste einsetzt, beeinträchtigt werden.
- Hat der Nutzer den Verdacht, dass seine Zugangsdaten einem Dritten bekannt geworden sind oder dass ein Dritter unbefugt den Zugang des Nutzers zu dem DIENST nutzt, so ist der Nutzer verpflichtet, CAI unverzüglich hierüber zu informieren.
- Hat CAI konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der Nutzer den DIENST entgegen den Bestimmungen dieses Vertrags oder den sonstigen vertraglichen Vereinbarungen der Vertragspartner nutzt oder ein unberechtigter Dritter mit den Zugangsdaten des Nutzers unbefugt auf den DIENST zugreift, so ist CAI berechtigt, den Zugang des Nutzers zu dem DIENST bis zur Klärung der Angelegenheit zu sperren. Außer bei Gefahr im Verzug wird CAI dem Nutzer vor einer solchen Maßnahme Gelegenheit zur Stellungnahme geben. Der Nutzer bleibt während der Zeit der Sperrung zur Zahlung der vereinbarten Vergütung verpflichtet, es sei denn, er hatte die Umstände, die zu der Sperrung geführt haben, nicht zu vertreten.
- Der Nutzer stellt CAI von allen Ansprüchen Dritter frei und ersetzt CAI alle Schäden, die CAI durch eine rechts- oder vertragswidrige Nutzung des DIENSTES entstehen, es sei denn, der Nutzer weist nach, dass er die jeweilige Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat. Zu den erstattungsfähigen Schäden zählen auch die angemessenen Kosten einer Rechtsverteidigung, die CAI bei der Abwehr von Ansprüchen Dritter entstehen sollten. CAI wird den Nutzer jedoch unverzüglich von vorzunehmenden Maßnahmen der Rechtsverteidigung informieren. CAI darf bei solchen Auseinandersetzungen mit Dritten Vergleiche nur nach Rücksprache mit dem Nutzer schließen. Andernfalls trägt CAI sämtliche Kosten der Auseinandersetzung selbst.
5. Haftungsbeschränkung
- CAI haftet gegenüber dem Nutzer nur für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden. Dies gilt nicht, soweit wesentliche Pflichten des Vertrags durch CAI verletzt werden. Wesentlichen Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglichen und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertraut und vertrauen darf.
- Im Falle leichter Fahrlässigkeit ist eine Haftung von CAI bei Vermögensschäden hinsichtlich mittelbarer Schäden, insbesondere Mangelfolgeschäden, unvorhersehbarer Schäden oder untypischer Schäden sowie entgangenen Gewinns ausgeschlossen. Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ist begrenzt auf höchstens die jährliche Vergütung des Nutzers, bei grober Fahrlässigkeit auf höchstens das Doppelte der jährlichen Vergütung des Nutzers.
- Eine gesetzlich vorgeschriebene verschuldensunabhängige Haftung von CAI - insbesondere eine Haftung nach Produkthaftungsgesetz sowie eine gesetzliche Garantiehaftung - bleibt von den vorstehenden Haftungseinschränkungen unberührt. Gleiches gilt für die Haftung von CAI bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
- Die Haftungsbeschränkungen bzw. -ausschlüsse nach Ziffern 5.1. bis 5.3. gelten auch für persönliche Haftung der Arbeitnehmer, Angestellten, Vertreter, Organe und Erfüllungsgehilfen von CAI, soweit diese unmittelbar in Anspruch genommen werden.
- Die verschuldensunabhängige Haftung der CAI für bereits bei Vertragsabschluss vorhandene Fehler nach § 536 a Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs wird ausdrücklich ausgeschlossen.
6. Änderung der Nutzungsbedingungen
CAI behält sich vor, diese Nutzungsbedingungen jederzeit mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, sofern hierfür ein triftiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund liegt insbesondere bei Änderungen der Rechtslage, höchstrichterlichen Rechtsprechung, technischen Weiterentwicklungen, der Einbindung neuer Anmelde- und Vertriebskanäle (z. B. Microsoft Marketplace, App-Stores) oder der Erweiterung unseres Funktionsumfangs vor.
Veränderte Nutzungsbedingungen werden dem Nutzer spätestens beim nächsten Login innerhalb der Anwendung oder in Textform (z. B. per E-Mail) bekannt gegeben. Die Änderungen gelten als vom Nutzer akzeptiert, wenn dieser den aktualisierten Nutzungsbedingungen beim Login zustimmt oder die Nutzung des DIENSTES nach der Benachrichtigung fortsetzt. Relevante Änderungen werden dem Nutzer im Rahmen des Login-Vorgangs angemessen hervorgehoben.
7. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag Karlsruhe.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser Nutzungsbedingungen unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht.